Brustchirurgie für Frauen

Brustimplantatwechsel in Frankfurt

Wechseln, entfernen oder neu planen – wenn die alten Implantate Ihren Wünschen nicht mehr entsprechen
Implantatwechsel mit oder ohne Kapsulektomie, Explantation und En-Bloc-Resektion – durchgeführt von Manuel Sánchez, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie.

Fakten zum Brustimplantatwechsel bei GLOW AESTHETICS

Behandlungsdauer

ca. 2-4 Stunden
je nach Eingriffsumfang und Kapselbehandlung

Anästhesie

Vollnarkose
in Kooperationsklinik

Klinikaufenthalt

Ambulant oder 1 Übernachtung
abhängig vom Befund

Gesellschaftsfähig

Nach 4-5 Tagen bei reinem Implantatwechsel · länger bei Kapsulektomie
Sport nach 3-6 Wochen, abhängig vom Eingriffsumfang

Was Sie von einem Brustimplantatwechsel erwarten können

Ein Implantatwechsel ist mehr als ein Tausch – er ist die Gelegenheit, das Ergebnis Ihrer früheren Brust-OP an Ihre heutige Lebensphase und Ihre heutigen Wünsche anzupassen. Fachärztlich geplant und durchgeführt in Frankfurt, oft ohne neue Narben.

Bestehende Zugänge nutzen – meist keine neuen Narben

In den allermeisten Fällen gehe ich beim Implantatwechsel über die vorhandenen Schnitte aus Ihrer Erstoperation – meist die Unterbrustfalte. Das bedeutet: keine neuen sichtbaren Linien an der Brust, sondern eine sorgfältige Reaktivierung der alten Narbe. Lediglich bei deutlichem Hautüberschuss oder kombinierter Bruststraffung kommen neue Schnittlinien hinzu, die wir vorher gemeinsam besprechen.

Moderne Implantate der neuesten Generation

Was vor 15 Jahren Stand der Technik war, ist es heute nicht mehr. Aktuelle Silikongel-Implantate bestehen aus mehrschichtigen Hüllen und kohäsivem, formstabilem Gel; die Oberflächen sind mikro- bis nanotexturiert, mit niedrigeren Kapselfibroseraten und – bei modernen Mikrotexturen wie Motiva – ohne bekannte BIA-ALCL-Fälle. Die Hersteller geben in der Regel eine lebenslange Garantie auf Materialdefekte.

Anpassung an Ihre heutige Lebensphase

Die Brust, die mit 28 stimmig wirkte, passt mit 45 möglicherweise nicht mehr zum Selbstbild – das ist normal. Ein Implantatwechsel ist Ihre Chance, Größe, Profil oder auch die Methode neu zu wählen: kleinere Implantate, Hybridtechnik mit Eigenfett, Kombination mit Bruststraffung – oder, als bewusste Entscheidung, der Verzicht auf Implantate. Alles davon ist möglich. Wir besprechen, was zu Ihrem heutigen Leben passt.

Ihr Spezialist für Brustimplantat-Revision
Frankfurt am Main · Rhein-Main-Gebiet · Hessen

Die Revisionschirurgie an der Brust ist ein eigenes chirurgisches Feld. Sie verlangt vom Operateur, in eine Anatomie hineinzugehen, die jemand anderes bereits verändert hat – mit Narben, Kapseln und Gewebeverhältnissen, die selten denen einer Erstoperation entsprechen. Seit mehreren Jahren begleite ich Patientinnen aus Frankfurt und dem gesamten Rhein-Main-Gebiet bei diesem Schritt – sowohl bei elektiven Wechseln aus ästhetischen Gründen als auch bei medizinisch indizierten Eingriffen wie Kapselfibrose oder Verdacht auf Breast Implant Illness. Was meine Patientinnen besonders schätzen: Ich nehme mir Zeit für den OP-Bericht der Erstoperation, kläre offen über Möglichkeiten und Grenzen einer Revision auf und treffe keine voreiligen Entscheidungen über die Notwendigkeit einer kompletten Kapsulektomie.

QUALIFIKATIONEN


Mitgliedschaften & Qualifikationsnachweise

Fachliche Expertise, nachgewiesen durch anerkannte Institutionen:

Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen
International Society of Aesthetic Plastic Surgery

Facharzt für Plastische Chirurgie · Über 13 Jahre ärztliche Erfahrung

Revisionschirurgie verlangt Geduld, Erfahrung und Ehrlichkeit.

Wann ist ein Brustimplantatwechsel zu empfehlen?

Brustimplantate sind keine Lebenszeitprodukte – aber auch kein Verbrauchsmaterial mit fixem Verfallsdatum. Ein Wechsel kann elektiv erfolgen, weil sich Ihre Wünsche verändert haben. Er kann medizinisch indiziert sein, wenn die Implantate selbst Probleme machen. Und er kann notwendig werden, wenn ein Verdacht auf eine implantatassoziierte Erkrankung besteht. Diese drei Konstellationen unterscheiden sich grundlegend in Vorgehen und Aufwand.

Geänderte Wünsche oder Implantat-Aging

Vielleicht haben Sie Ihre Implantate vor 12 oder 15 Jahren bekommen – und heute passt die damalige Größe nicht mehr zu Ihrem Körper, Ihrem Stil oder Ihrer Lebensphase. Vielleicht möchten Sie kleiner werden, eine andere Form wählen oder von einem alten Modell auf moderne Implantate der neuesten Generation umsteigen. Auch ohne medizinische Beschwerden ist ein Wechsel jederzeit möglich – elektiv und in Ruhe geplant.

Unser Ansatz:

  • Beurteilung der aktuellen Form, Größe und Implantatposition
  • Probetragen verschiedener Größen zur neuen Implantatwahl
  • Bei Bedarf Kombination mit dezenter Bruststraffung
  • Verwendung der vorhandenen Schnitte – keine neuen Narben

Kapselfibrose mit Beschwerden

Um jedes Implantat bildet der Körper eine dünne Bindegewebskapsel – das ist eine normale Reaktion. In manchen Fällen verdickt und verhärtet sich diese Kapsel jedoch und zieht sich zusammen. Die international gebräuchliche Baker-Klassifikation unterscheidet vier Grade: Bei Grad I ist die Kapsel weich und unauffällig, bei Grad II tastbar verfestigt, bei Grad III sichtbar verformt, bei Grad IV zusätzlich schmerzhaft. Ab Grad III ist eine Operation in der Regel sinnvoll – mit Implantatwechsel und gleichzeitiger Kapselbehandlung.

Unser Ansatz:

  • Klinische Untersuchung mit Einordnung nach Baker
  • Sonographie zur Bestätigung; bei unklarem Befund ergänzend MRT
  • Implantatwechsel mit Kapsulotomie oder partieller bzw. totaler Kapsulektomie
  • Wechsel auf moderne Implantate mit niedriger Kapselfibroserate

Implantatdefekt, Dislokation oder Verdacht auf BIA-ALCL/BII

Bei Implantatruptur, deutlichem Verrutschen, anhaltenden Schwellungen oder einseitiger plötzlicher Brustvergrößerung mit Flüssigkeitsansammlung kann eine zeitnahe Diagnostik sinnvoll sein. Das Brustimplantat-assoziierte anaplastische großzellige Lymphom (BIA-ALCL) ist sehr selten und tritt fast ausschließlich bei makrotexturierten älteren Implantaten auf – früh erkannt ist es in der Regel gut behandelbar. Auch die sogenannte Breast Implant Illness (BII) mit unspezifischen Allgemeinbeschwerden kann zur Entscheidung für eine Explantation führen.

Unser Ansatz:

  • Sorgfältige Anamnese und körperliche Untersuchung
  • Bei Serom: ggf. Punktion und Einsendung zum CD30-Test (BIA-ALCL-Screening)
  • Je nach Befund: Implantatentfernung mit Kapsulektomie oder En-Bloc-Resektion
  • Bei BII: ehrliche Aufklärung über Studienlage und realistische Erfolgsaussichten

Behandlungsmethoden im Überblick

Beim Implantatwechsel ist „die Methode“ keine einzelne Schnitttechnik, sondern eine Kombination aus drei Entscheidungen: Was passiert mit dem alten Implantat? Was passiert mit der Kapsel? Und was kommt – wenn überhaupt – als Ersatz hinein? Vier Verfahren decken das Spektrum ab.

Routine-Implantatwechsel

Der elektive Standardeingriff – meist ohne neue Narben

Bei unauffälliger Kapsel (Baker I) und intaktem Implantat ist der Wechsel ein vergleichsweise unkomplizierter Eingriff. Über die alte Schnittführung – meist die Unterbrustfalte – wird die Implantattasche geöffnet, das alte Implantat berührungsfrei entnommen und das neue, ausgewählte Implantat über den Keller Funnel platziert. Die alte Kapsel bleibt in der Regel erhalten und dient als natürliche Tasche für das neue Implantat.

Ihre Vorteile:

  • Keine neuen sichtbaren Narben
  • Kürzere OP-Zeit als bei Kapsulektomie
  • Schnellere Erholung – meist nach 4–5 Tagen wieder gesellschaftsfähig
  • Möglichkeit zur Größen- oder Formänderung

Wichtig zu wissen:

  • Funktioniert nur bei unauffälligem Kapselbefund
  • Bei deutlich kleinerem neuem Implantat kann eine Bruststraffung sinnvoll werden

Geeignet bei: elektiven Wechseln aus ästhetischen Gründen, Implantat-Aging ohne Komplikationen, Wunsch nach moderner Implantatgeneration

Implantatwechsel mit Kapsulektomie

Bei Kapselfibrose ab Baker Grad III

Wenn sich die Kapsel verhärtet hat, kann der bloße Implantattausch das Problem nicht lösen – die Verhärtung würde sich um das neue Implantat häufig wieder bilden. Bei Baker III und IV ist daher die Entfernung der Kapsel der entscheidende Schritt. Je nach Befund führen wir eine partielle oder eine totale Kapsulektomie durch und setzen anschließend ein neues Implantat ein, oft mit Wechsel von präpektoraler in subpektorale Lage, um die Rezidivrate zu senken.

Ihre Vorteile:

  • Behandelt die Ursache der Beschwerden, nicht nur das Symptom
  • Möglichkeit zum Wechsel der Implantatlage (subpektoral)
  • Verwendung moderner Implantate mit niedrigerer Kapselfibroserate
  • Auf Wunsch ergänzbar mit Synthetik-Mesh zur zusätzlichen Stabilisierung

Wichtig zu wissen:

  • Eingriffsdauer und Erholungszeit länger als beim Routine-Wechsel
  • Studien zeigen: Auch nach Kapsulektomie kann sich erneut eine Kapselfibrose bilden – das Risiko ist aber deutlich reduziert

Geeignet bei: Kapselfibrose Baker III–IV, schmerzhaften Verhärtungen, sichtbarer Implantatverformung

Implantatentfernung mit Bruststraffung

Wenn die bewusste Entscheidung gegen neue Implantate fällt

Manche Patientinnen kommen zu der Entscheidung, ihre Implantate dauerhaft entfernen zu lassen – ohne Ersatz. Die Gründe sind individuell: das Bedürfnis nach einem implantatfreien Körper nach vielen Jahren, gesundheitliche Sorgen, eine veränderte Lebensphilosophie. Nach langer Tragezeit ist die Haut häufig deutlich gedehnt, das Drüsengewebe zurückgebildet. In diesen Fällen kombiniere ich die Explantation in einer Sitzung mit einer Bruststraffung, um die Brust auf ihre neue Form zurückzuführen.

Ihre Vorteile:

  • Vollständige Implantatfreiheit nach der OP
  • Eine OP statt zwei – Explantation und Mastopexie kombiniert
  • Auf Wunsch ergänzbar mit Eigenfetttransfer für moderaten Volumenaufbau
  • Innerer BH zur Stabilisierung des verbliebenen Gewebes

Wichtig zu wissen:

  • Die Brust wird kleiner und wirkt zunächst ungewohnt – das endgültige Resultat zeigt sich erst nach einigen Monaten
  • Bei sehr volumenarmem Restgewebe kann ein Eigenfetttransfer das Ergebnis deutlich verbessern

Geeignet bei: bewusster Entscheidung gegen Implantate, langjährig getragenen Implantaten mit Hautüberschuss, BII-Beschwerden, Wunsch nach implantatfreiem Körper

En-Bloc-Resektion

Implantat und Kapsel als geschlossene Einheit – bei Verdacht auf BIA-ALCL

Die En-Bloc-Resektion ist ein chirurgisch besonders präzises Verfahren: Implantat und Kapsel werden in einem Stück entfernt, ohne dass die Kapsel während der OP eröffnet wird. Bei bestätigtem oder konkretem Verdacht auf ein Brustimplantat-assoziiertes anaplastisches großzelliges Lymphom (BIA-ALCL) ist diese Technik nach aktueller Studienlage die medizinisch indizierte Vorgehensweise. Auch bei Implantatruptur und bei Patientinnen mit ausgeprägter Breast Implant Illness wird sie häufig gewünscht – bei guter wissenschaftlicher Datenlage zur Symptomreduktion.

Ihre Vorteile:

  • Vollständige Entfernung von Implantat und Kapsel als Einheit
  • Bei Verdacht auf BIA-ALCL: medizinisch indizierter Standardeingriff
  • Möglichkeit, Material gezielt zur histologischen Untersuchung einzusenden (CD30-Test)
  • Studien zeigen Symptomverbesserung bei BII in 50–96 % der Fälle

Wichtig zu wissen:

  • Aufwendigster Revisionseingriff – längere OP- und Erholungszeit
  • Die Naht wird in der Regel länger als bei Erstoperationen, um die Resektion zu ermöglichen
  • Bei subpektoralen Implantaten kann eine vollständige En-Bloc-Resektion technisch nicht in jedem Fall sicher möglich sein – das besprechen wir individuell

Geeignet bei: Verdacht auf oder Bestätigung von BIA-ALCL, ausgeprägter Breast Implant Illness, Implantatruptur mit Silikonaustritt, Wunsch nach maximaler Sicherheit

Welche Form des Implantatwechsels ist in Ihrem Fall sinnvoll?

Diese Frage beantwortet ein gutes Beratungsgespräch besser als jede Online-Recherche. Bringen Sie wenn möglich den OP-Bericht Ihrer Erstoperation mit.

Der Ablauf Ihres Implantatwechsels

Eine Revisionsoperation beginnt nicht im OP, sondern mit einem genauen Blick auf Ihre Vorgeschichte. Diese sechs Schritte begleiten Sie von der ersten Anfrage bis zum endgültigen Ergebnis.

1

Beratung mit Vorgeschichte und Untersuchung

Im persönlichen Gespräch erfasse ich, was bei Ihrer Erstoperation gemacht wurde – idealerweise anhand des damaligen OP-Berichts, der Implantatpässe und Ihrer eigenen Erinnerungen. Anschließend folgt eine eingehende körperliche Untersuchung: Vermessung, Beurteilung der Kapsel nach Baker, Sonographie, Symmetriekontrolle. Auf dieser Grundlage zeige ich Ihnen, welche Methoden infrage kommen – elektiver Wechsel, Wechsel mit Kapsulektomie, Explantation oder En-Bloc-Resektion.

2

Diagnostik bei unklarem Befund

Bei Hinweis auf eine Implantatruptur oder bei einseitiger Schwellung mit Flüssigkeitsansammlung empfehle ich ergänzende Bildgebung: in der Regel ein MRT der Brust, das Kapselbeschaffenheit und Implantatzustand zuverlässiger beurteilt als der Ultraschall. Bei Verdacht auf BIA-ALCL erfolgt die Punktion mit Versendung des Materials zum CD30-Test. Erst wenn das Bild vollständig ist, plane ich den Eingriff.

3

OP-Planung und Implantatauswahl

Auf Basis der Untersuchung lege ich Eingriffsumfang, Schnittführung und – bei Wechsel – Implantattyp, Größe und Position fest. Sie probieren verschiedene Größen, wir besprechen offen, was anatomisch möglich ist. Bei kombinierten Eingriffen (Implantatwechsel plus Bruststraffung) planen wir alles in einer Sitzung. Sie erhalten Vorbereitungsunterlagen, eine Aufklärung über Risiken und konkrete Hinweise zu Medikation, Rauchstopp und Anreise.

4

Der Eingriff

Die Operation findet in einer akkreditierten Kooperationsklinik unter Vollnarkose statt und dauert je nach Verfahren 2 bis 4 Stunden. Beim Routine-Wechsel öffne ich die alte Schnittführung in der Unterbrustfalte, entnehme das alte Implantat berührungsfrei und platziere das neue über den Keller Funnel. Bei Kapsulektomie und En-Bloc-Resektion ist der Eingriff aufwendiger und erfordert sorgfältige anatomische Präparation. Direkt nach der OP erhalten Sie einen weichen Verband und einen Kompressions-BH.

5

Erholung und Kontrollen

Nach dem Aufwachraum werden Sie ambulant entlassen oder bleiben für eine Nacht zur Beobachtung in der Klinik. Die ersten Kontrolltermine in meiner Praxis erfolgen nach wenigen Tagen, dann nach zwei und sechs Wochen. Den Kompressions-BH tragen Sie konsequent etwa sechs Wochen Tag und Nacht. Bei reinem Implantatwechsel klingen Schwellungen rasch ab; nach Kapsulektomie braucht das Gewebe etwas länger zur Stabilisierung.

6

Endgültiges Ergebnis

Die Brust setzt sich über mehrere Monate hinweg in ihre endgültige Form. Bei reinem Wechsel zeigt sich das Endergebnis nach 2 bis 3 Monaten, bei Kapsulektomie und En-Bloc-Resektion nach 4 bis 6 Monaten. Das histologische Ergebnis bei eingeschicktem Gewebe liegt in der Regel innerhalb von 1–2 Wochen vor – ich bespreche es persönlich mit Ihnen. Auch nach Abschluss der Heilungsphase bin ich für Fragen erreichbar.

Nach dem Implantatwechsel

Die Nachsorge richtet sich nach dem Eingriffsumfang. Nach reinem Wechsel verläuft sie ähnlich wie nach einer Erstoperation – nach Kapsulektomie und En-Bloc-Resektion ist sie etwas länger angelegt.

Erste 48 Stunden

  • Schlafen mit leicht erhöhtem Oberkörper, möglichst auf dem Rücken
  • Kompressions-BH durchgehend tragen
  • Schmerzmittel nach Verordnung – Schmerzen sind beim Routine-Wechsel meist mild
  • Keine Belastung der Arme, kein Heben über Schulterhöhe
  • Begleitperson für die ersten 24 Stunden empfohlen

Tag 3–14

  • Erste Wundkontrolle in der Praxis nach wenigen Tagen
  • Vorsichtiges Duschen ab Tag 2–3 möglich
  • Selbstauflösende Fäden – kein Fadenzug erforderlich
  • Bei Bürotätigkeit nach reinem Wechsel meist nach 4–5 Tagen einsatzfähig
  • Bei Kapsulektomie/En-Bloc: realistisch 7–10 Tage

Woche 3–6

  • Kompressions-BH weiterhin Tag und Nacht (Gesamtdauer ca. 6 Wochen)
  • Leichte Bewegung erlaubt – Spaziergänge, sanftes Yoga
  • Schwellungen klingen weitgehend ab
  • Schlafen auf der Seite ab ca. Woche 3 in Absprache möglich
  • Bei Routine-Wechsel ist Sport ab Woche 3–4 schrittweise wieder möglich

Ab Woche 6 – Langzeitverlauf

  • Schrittweiser Wiedereinstieg in den Sport, Brustübungen ab 6–8 Wochen
  • Bauchlage wieder möglich
  • Endgültiges Ergebnis nach 2–6 Monaten je nach Eingriff
  • Jährliche Kontrolle per Ultraschall empfohlen
  • Selbstuntersuchung der Brust auf Veränderungen – wie für jede Frau ratsam

Facharztpraxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie

KOMPETENZ · PRÄZISION · ERFAHRUNG

Häufige Fragen zum Brustimplantatwechsel

Müssen Brustimplantate nach 10 Jahren gewechselt werden?

Nein, das ist ein hartnäckiger Mythos. Solange keine Beschwerden bestehen, die Form unverändert ist und die Sonographie keinen Hinweis auf eine Ruptur oder Kapselfibrose zeigt, gibt es keinen medizinischen Grund für einen routinemäßigen Wechsel. Moderne Implantate halten in der Regel 10 bis 20 Jahre und länger. Empfehlenswert sind regelmäßige Kontrollen per Ultraschall – ein Wechsel erfolgt anlassbezogen, nicht nach Kalender.

Um jedes Implantat bildet sich eine dünne Bindegewebskapsel – das ist normal. Wenn diese Kapsel sich verdickt und zusammenzieht, spricht man von einer Kapselfibrose. Erste Anzeichen sind ein zunehmendes Spannungsgefühl, eine zunehmende Festigkeit beim Tasten, später eine sichtbare Verformung der Brust und schließlich Schmerzen. Die Baker-Klassifikation (Grad I bis IV) hilft, den Schweregrad einzuordnen. Ab Grad III ist eine OP in der Regel sinnvoll.

Das Brustimplantat-assoziierte anaplastische großzellige Lymphom (BIA-ALCL) ist eine sehr seltene Form des Non-Hodgkin-Lymphoms, die fast ausschließlich bei makrotexturierten älteren Implantaten beobachtet wurde. Bei modernen Mikrotexturen (z. B. Motiva) sind keine Fälle bekannt. Frühzeichen sind eine einseitige plötzliche Schwellung mit Flüssigkeitsansammlung. Bei Verdacht erfolgt eine Punktion mit CD30-Test. Früh erkannt ist das BIA-ALCL meist heilbar – meist allein durch En-Bloc-Resektion.

BII ist ein Sammelbegriff für unspezifische Allgemeinbeschwerden, die einige Patientinnen mit Brustimplantaten erleben – darunter chronische Müdigkeit, Gelenkschmerzen, Konzentrationsprobleme, Hautausschläge oder Haarausfall. Es ist eine Ausschlussdiagnose, weil andere Erkrankungen erst sicher ausgeschlossen werden müssen. Studien zeigen, dass nach Implantatentfernung 50 bis 96 Prozent der Patientinnen eine Symptomverbesserung erleben. Eine vollständige Heilung ist nicht garantiert – wir klären offen über die Studienlage auf.

In den meisten Fällen nicht. Die alte Schnittführung – meist die Unterbrustfalte – wird wiederverwendet. Lediglich bei deutlich kleineren neuen Implantaten mit kombinierter Bruststraffung oder bei sehr komplexen Revisionen sind zusätzliche Schnitte nötig. Das besprechen wir vorab im Detail.

Bei der En-Bloc-Resektion werden Implantat und umgebende Kapsel als geschlossene Einheit entfernt – ohne dass die Kapsel während der OP eröffnet wird. Bei Verdacht auf oder Bestätigung von BIA-ALCL ist sie der medizinische Standard. Auch bei ausgeprägter Breast Implant Illness und bei Implantatruptur mit Silikonaustritt wird sie häufig gewünscht. Bei reiner Kapselfibrose ohne weitere Befunde ist nach aktueller Studienlage eine totale Kapsulektomie der En-Bloc-Resektion meist gleichwertig.

Wir setzen ausschließlich CE-zertifizierte Silikongel-Implantate führender Hersteller mit kohäsivem, formstabilem Gel und mehrschichtiger Hülle ein. Die Oberflächen sind heute fast immer mikro- bis nanotexturiert – mit deutlich niedrigerer Kapselfibroserate als ältere glatte Modelle und ohne bekannte BIA-ALCL-Fälle. Premium-Hersteller geben in der Regel eine lebenslange Garantie auf Materialdefekte. Die individuelle Auswahl treffen wir gemeinsam.

Bei rein ästhetischen Wechseln – also ohne medizinische Indikation – nicht. Bei Kapselfibrose Baker III oder IV mit erheblichen Beschwerden, bei Implantatruptur oder bei bestätigtem BIA-ALCL kann eine teilweise oder vollständige Kostenübernahme möglich sein. Voraussetzung ist ein Antrag mit fachärztlichem Gutachten. Wenn die Erstoperation aus rein ästhetischen Gründen erfolgte, ist die Wahrscheinlichkeit einer Kostenübernahme bei der Revision allerdings deutlich geringer.

Bei GLOW AESTHETICS beginnen die Kosten bei 6.995 € zuzüglich Anästhesie-, Klinik- und Implantatkosten. Der genaue Preis hängt vom Eingriffsumfang ab: Ein reiner Wechsel ist günstiger als ein Wechsel mit Kapsulektomie, eine En-Bloc-Resektion ist die aufwendigste Variante. Im Beratungsgespräch erhalten Sie einen transparenten Kostenvoranschlag nach GOÄ. Die Erstberatung kostet 70 €.

Beim Routine-Wechsel sind die meisten Patientinnen nach 4 bis 5 Tagen wieder gesellschaftsfähig und können bei Bürotätigkeit zur Arbeit zurückkehren. Sport ist ab 3 Wochen schrittweise wieder möglich. Bei Kapsulektomie oder En-Bloc-Resektion verlängern sich diese Zeiträume: 7 bis 10 Tage bis zur Bürotätigkeit, 6 Wochen bis zum vollen Sport.

Vereinbaren Sie Ihre persönliche Beratung

Eine Revisionsoperation an der Brust ist eine Entscheidung mit Tragweite – körperlich wie emotional. In meiner Praxis nehmen wir uns Zeit für Ihre Vorgeschichte, Ihre Beschwerden und Ihre Wünsche. Bei Verdacht auf implantatassoziierte Erkrankungen besprechen wir die diagnostischen Schritte mit der nötigen Sorgfalt. Die Erstberatung inklusive Untersuchung kostet 70 EUR (Abrechnung nach GOÄ). Bringen Sie wenn möglich den OP-Bericht Ihrer Erstoperation und Ihre Implantatpässe mit.

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Fachlich geprüfter Inhalt

Die Inhalte dieser Seite zum Brustimplantatwechsel in Frankfurt basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und geltenden fachärztlichen Empfehlungen. Sie wurden vor der Veröffentlichung von Manuel Sánchez, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie mit ausgewiesener Erfahrung in der ästhetischen Brustchirurgie und Revisionsoperationen, inhaltlich geprüft und freigegeben. Detaillierte Informationen zu Ausbildung, Qualifikationen und klinischer Erfahrung von Manuel Sánchez finden Sie auf seiner persönlichen Profilseite.

Wichtiger medizinischer Hinweis

Die Informationen auf dieser Website ersetzen keine persönliche ärztliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose und können diese nicht ersetzen. Aussagen zu Behandlungsergebnissen sind allgemeiner Natur; das tatsächliche Ergebnis kann individuell variieren und hängt von zahlreichen Faktoren ab. Es werden keine Heilungs- oder Erfolgsversprechen gegeben. Bei Verdacht auf eine implantatassoziierte Erkrankung – insbesondere BIA-ALCL – ist eine zeitnahe fachärztliche Abklärung erforderlich.

Medizinisch geprüft von Manuel Sánchez, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie (Frankfurt am Main), zuletzt aktualisiert am 11.07.2026.